Vista Nr. 4, 2007
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Liebesleben Erektionsprobleme Viele Männer leiden unter Erektionsproblemen und gehen zum Arzt. Ein lohnenswerter Schritt, denn die Therapie mit Potenztabletten unterstützt die Erektionsfähigkeit. Von Erektionsproblemen sind mehr Männer betroffen, als man glaubt: Fast die Hälfte der 50- bis 59-Jährigen leidet darunter. Mit dem Alter nimmt auch die Zahl der Betroffenen zu. Eine Erektionsstörung liegt dann vor, wenn die Härte und Dauer der Erektion wiederholt nicht für den erfolgreichen Geschlechtverkehr ausreicht. Sexuelle Erregung beginnt im Kopf: Ein mechanischer Reiz wie eine Berührung, aber auch ein erotischer Anblick oder Gedanke regt den Bereich des Gehirns an, der für die Erektion zuständig ist. Über das Rückenmark gelangt der Reiz zum Penis, wo Botenstoffe freigesetzt werden. Diese entspannen die Blutgefässe in den Schwellkörpern, sodass in diese mehr Blut einströmen kann. Gleichzeitig wird der Blutrückfluss vermindert. Dadurch entsteht die Erektion. Ursachen sind meist organisch Erektionsprobleme haben meist eine organische Ursache. Nur 20 Prozent der Fälle sind rein psychogen bedingt. Manchmal weist erst das Auftreten von Potenzstörungen auf bestehende Erkrankungen wie beispielsweise Gefässkrankheiten hin: So können arteriosklerotische Gefässveränderungen, wie sie bei Diabetes auftreten, zu einer unzureichenden Füllung des Penis-Schwellkörpers führen. Sie sind die häufigste Ursache für eine Erektionsstörung: Jeder dritte Diabetiker leidet darunter. Bei zwölf Prozent der Betroffenen ist sie sogar das erste Symptom des Diabetes. Deshalb die Empfehlung: Man(n) sollte das Problem unbedingt mit seinem Arzt besprechen und die Ursache der Erektionsprobleme abklären lassen. Weitere mögliche Ursachen sind: Schädigung der Nervenbahnen oder der Blutversorgung des Penis bei Operationen im kleinen Becken oder traumatische Penisverletzungen. Ein Viertel aller Erektionsprobleme werden durch Medikamente ausgelöst, etwa durch Medikamente gegen Bluthochdruck, gegen Herzleiden oder Depressionen. Bedürfnisgerechte Behandlung Immer mehr Männer sprechen mit ihrem Arzt offen über ihre Erektionsprobleme und lassen sich behandeln. Am einfachsten ist die Therapie mittels Tabletten. Diese unterstützen die Erektionsfähigkeit, indem sie den Blutabfluss aus dem Penis vermindern. Die älteste und wohl auch bekannteste Potenztablette ist Viagra. Seit nunmehr vier Jahren sind zwei Medikamente der moderneren Generation erhältlich: Levitra und Cialis. Generell sind Männer mit der Wirkung der neueren Medikamenten zufriedener als mit dem Vorläufermedikament Viagra. Eine internationale Studie hat die beiden Präparate Viagra und Levitra verglichen: Die Mehrheit der Männer war nach der Einnahme von Levitra u.a. mit der Schnelligkeit, mit der sich die Erektion einstellte sowie der Härte und Dauer der Erektion deutlich zufriedener als nach der Einnahme von Viagra. Neben den Potenztabletten können weiter lokale Therapien wie Spritzen angewendet, operative Eingriffe vorgenommen oder mechanische Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Das Gespräch mit der Partnerin suchen Da Sexualität oft als selbstverständlich angesehen wird, ist es schwierig, Erektionsprobleme in der Partnerschaft anzusprechen. Dennoch ist dies wichtig, denn besonders Frauen glauben bei sexuellen Problemen rasch, sie wären für ihren Partner nicht mehr attraktiv genug. Um solche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen oder erst gar nicht aufkommen zu lassen, lohnt es sich, das Gespräch mit der Partnerin zu suchen. Dieser Artikel erschien
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