6 Salzvariationen für deine Küche

Vorbei sind die Zeiten, als in unseren Küchen nur weisses Speisesalz herumstand. Heute haben wir die Qual der Wahl zwischen Salzsorten wie Meersalz, Fleur de Sel und Himalayasalz. Wir stellen dir die beliebtesten Gourmet-Salze vor und zeigen dir, wie du sie zum Zubereiten von Speisen (massvoll) einsetzen kannst.

Catherina Bernaschina

Salz

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Salz ist ein lebenswichtiger Stoff für den menschlichen Körper. Jeder Erwachsene muss täglich zwischen fünf und sechs Gramm davon aufnehmen, um seinen Bedarf zu decken. Das «weisse Gold» ist aber nicht nur unentbehrlich für viele Körperfunktionen, sondern verleiht Speisen auch die richtige Würze. Dabei ist Salz nicht gleich Salz: Heute steht uns eine grosse Bandbreite an verschiedenen Speisesalzen mit unterschiedlichen Geschmacksnoten zur Verfügung. Die erlesenen Salze sind mittlerweile nicht nur in Reformhäusern und Naturkostläden, sondern in fast allen grösseren Supermärkten erhältlich. Schauen wir uns einige der beliebtesten Salzsorten genauer an.

Meersalz: Reichhaltig und ökologisch

Meersalz ist eine vollwertige und umweltfreundliche Alternative zum klassischen Speisesalz. Es wird im Gegenteil zum energieintensiv hergestellten Speisesalz auf ökologische und nachhaltige Weise durch Verdunstung von reinem Meerwasser in Salzbecken gewonnen. Zwar besteht Meersalz wie Kochsalz aus Natriumchlorid. Es ist jedoch reichhaltiger, da es eine Reihe von Mineralien und Spurenelementen enthält. Die komplexere Zusammensetzung sowie die unregelmässige Form der Salzkörner sorgen für ein akzentuiertes Geschmackserlebnis.

Verwendungstipp: Meersalz eignet sich weniger zum Kochen als vielmehr zum Verfeinern von Tellern. Besonders gut passt es zu Fischgerichten und Meeresfrüchten.

Fleur de Sel – die noble Variante

Ein ganz spezielles Meersalz ist Fleur de Sel (zu Deutsch: Salzblüte). Es wird aus dem Meerwasser in Frankreich, Spanien und Portugal gewonnen. Die feinen Salzflocken bzw. -blumen treiben als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und werden in Handarbeit gewonnen. Aufgrund des aufwändigen Gewinnungsverfahrens ist das milde Fleur de Sel teurer als herkömmliches Salz. Da es leicht feucht in seiner Konsistenz ist, eignet es sich nicht für Gewürzmühlen (Verstopfungsgefahr).

Verwendungstipp: Fleur de Sel verleiht rohen und garen Speisen das «Tüpfelchen auf dem i». Es eignet sich auch hervorragend zum Veredeln von Süssspeisen.

Persisches Blausalz: Würzig im Geschmack

Das persische Blausalz wird in iranischen Salzminen gewonnen. Die bläuliche Farbe des Salzes ist auf ein Gemisch aus weissen Kristallen und blauschimmernden Nuancen aus dem Mineral Sylvin zurückzuführen. Es enthält einen vergleichsweise niedrigen Natriumchloridgehalt. Es ist dafür reich an Kalium und Chlor, was es besonders salzig und leicht würzig im Geschmack macht.

Verwendungstipp: Der intensive Geschmack des persischen Blausalzes kommt am besten als Tischsalz oder Finishing-Salz – z.B. auf gegrilltem Fisch, Carpaccio oder auf Meeresfrüchten – zur Geltung. Blausalz ist vor allem auch ein optisches Highlight – sowohl auf Speisen als auch als Salzrand auf Cocktailgläsern.

Himalaya-Salz: Heilsamer Kristall 

Ein weiterer farblicher Hingucker ist das Himalaya-Salz. Seine rötliche Färbung verdankt es dem enthaltenen Eisenoxid. Die Hauptabbauregion des unraffinierten Steinsalzes liegt in der pakistanischen Provinz Punjab, 200 Kilometer südwestlich des Himalayagebirges. Esoteriker sagen Himalaya-Salz eine heilsame Wirkung nach. Ernährungsbewusste schätzen das Natursalz für seine Reichhaltigkeit. Denn es enthält als einziges Salz alle Mineralien, die für den menschlichen Körper wichtig sind.

Verwendungstipps: Das natürliche und gesunde Himalayasalz kann allen Speisen beigemengt werden. Seine grobkörnige Struktur eignet sich gut zum Marinieren von Fisch und Fleisch. Es passt aber auch zu Salat, Suppen und Saucen.

Hawaii-Salz: Dekorativ und fein im Geschmack

Spitzenköche und Feinschmecker lieben das hawaiianische Salz für seine aussergewöhnliche Färbung und den feinen Geschmack. Je nach Zusammensetzung ist Hawaii-Salz in den Farben schwarz, rot, weiss und grün erhältlich. Schwarzem Hawaii-Salz werden beispielsweise zur Veredelung Aktivkohle, Kurkuma und Taro-Pulver beigemischt, was ihm ein leicht nussiges Aroma verleiht.

Verwendungstipps: Während das schwarze Hawaii-Salz hervorragend zu indischen Gerichten passt, eignet sich das leicht süssliche rote Hawaii-Salz für gebratenen Fisch und Fleisch. Die grüne Variante – eine Mischung aus Meersalz und Bambusblätterextrakten – schmeckt wiederum herrlich zu asiatischen Gerichten.

Rauchsalz: Für Fleischliebhaber und Vegetarier 

Die Ursprünge dieses einzigartigen Salzes reichen bis in die Wikingerzeit zurück. Beim Rauchsalz handelt es sich um Meersalz, das über Holz geräuchert wurde. Je nach verwendeter Holzsorte erhält das Rauchsalz eine andere Färbung und Note. Besonders beliebt sind Hickory-, Wacholder und Buchenholz. Wie alle anderen Gourmet-Salze dient Rauchsalz nicht zum Kochen, sondern zum Verfeinern von herzhaften Gerichten.

Verwendungstipps: Das Salz mit seinem mild-rauchigen Aroma eignet sich besonders zum Nachwürzen von Gegrilltem oder Fleischersatzprodukten wie Tofu. Seine Räuchernote kommt auch gut in Verbindung mit Ofenkartoffeln, Rührei und gebratenen Zucchini oder in Grillsaucen und Marinaden zur Geltung.

Salz verleiht unseren Speisen den letzten Schliff. Dennoch, zu viel davon schadet unserer Gesundheit. Gerade bei Personen mit Nierenproblemen oder Bluthochdruck kann ein übermässiger Konsum zu gesundheitlichen Problemen führen. Aber auch Gesunde sollten sich mit den Kristallkörnern zurückhalten.