Achselschweiss? Diese Tipps helfen!

Im Sommer wird wieder vermehrt geschwitzt. Da kann es schon mal vorkommen, dass das beste Deodorant versagt. Nasse, oftmals strengriechende Achselhöhlen sind die Folge. Damit deine Achseln frisch und trocken bleiben, kannst du auf verschiedene Tricks gegen Achselschweiss zurückgreifen. Wir stellen sie dir vor.

Catherina Bernaschina

Achselschweiss

Schweissflecken auf Bluse, Hemd und T-Shirt sind unangenehme Begleiter des Schwitzens. Vor allem für Menschen, die zu übermässiger Schweissbildung neigen, kann Achselschweiss zu einer grösseren – vor allem psychischen Belastung werden. Denn Schweiss und Schweissflecken gelten als unhygienisch und unschön. Da spielt es auch keine Rolle, ob der Schweiss riecht oder nicht. Falls du auch öfter mal mit Achselschweiss zu kämpfen hast, solltest du unbedingt unsere Tipps ausprobieren:

Achte auf deine Kleidung

Manchmal genügt es schon, sich anders anzuziehen. Kunststofffasern können das Schwitzen verstärken. Insbesondere dann, wenn die Textilien eine dichte Webestruktur aufweisen und eng auf der Haut aufliegen. Dann kommt nämlich kaum Luft an die Haut. Die Folge: Die Körperwärme staut sich unter dem synthetischen Stoff und man beginnt zu schwitzen. Die Lösung sind luftige bzw. luftdurchlässige Kleider aus Naturfasern wie zum Beispiel Leinen. Es gibt aber auch geruchshemmende, antibakterielle Kleidung («antismell»), deren Fasern mit Silberpartikeln durchsetzt oder mit chemischen Substanzen wie Triclosan behandelt sind. Die spezielle Textur der Kleidung soll die Vermehrung der Bakterien verhindern, deren Stoffwechselprodukte Schuld am Schweissgeruch sind.

Wechsle zum Antitranspirant

Anstelle eines Deos kannst du auch ein Antitranspirant verwenden. Während Deodorants den Schweissgeruch überdecken, wirken Antitranspirante schweissdrüsenverengend. Man schwitzt und riecht folglich weniger. Doch Vorsicht: Viele Antitranspirante enthalten Aluminiumsalze. Die Salze können nicht nur empfindliche Haut reizen, sondern stehen zudem unter Verdacht, krebserregend zu sein. Achte deshalb beim Kauf deines «Schweisshemmers» darauf, dass dieser aluminiumfrei ist.

Gönn dir ein Bad mit Gerbstoffen

Auch Gerbstoffe haben einen zusammenziehenden (adstringierenden) Effekt auf die Schweissdrüsen. Geeignete Badezusätze enthalten beispielsweise den Wirkstoff mit dem langen Namen Phenol-Methanal-Harnstoff-Polykondensat-Natriumsalz und sind in der Apotheke erhältlich.

Entferne deine Achselhaare

Achselhaare helfen bei der Verdunstung von körpereigenen Schweiss- und Drüsensekreten. Die Härchen nehmen Schweiss auf und verstärken die Entsendung von Sexual-Lockstoffen (Pheromone). Bakterien, die für den Schweissgeruch verantwortlich sind, machen es sich gerne in der Achselbehaarung gemütlich, weshalb behaarte Achseln schneller mal riechen als unbehaarte Achseln. Indem du deine Achselhaare regelmässig rasierst oder epilierst, kannst du gegen die Geruchsbildung und den typischen Schweissgeruch vorgehen. Auch Wachsentfernung oder Sugaring bringen ein ähnliches Resultat.

Wasch dich häufig unter den Armen

Selbst wenn du deine Achselhaare entfernst, bleibt eine gewisse Menge Schweiss auf deiner Haut zurück. Dieser zersetzt sich und beginnt zu riechen. Mach es dir deshalb zur Gewohnheit, deine Achseln regelmässig mit Wasser zu waschen. Achte bei der Wassertemperatur darauf, dass du lauwarmes oder kaltes Wasser verwendest. Denn heisses Wasser öffnet die Hautporen, was wiederum die Schweissbildung ankurbelt.

Ernähre dich richtig

Wenn du übermässiges Schwitzen verhindern möchtest, solltest du gewisse Lebensmittel meiden, die schweisstreibend wirken. Dazu gehören heisser Kaffee, Alkohol, kalorienreiche Gerichte sowie scharfes Essen. Leichte Speisen wie Rohkost und magere Milchprodukte sind hingegen ideal, um die Schweissproduktion im Zaum zu halten. Zinkhaltige Lebensmittel wie Nüsse und Vollkornprodukte lassen zudem deinen Schweiss weniger streng riechen.

Vermeide Stress und Aufregung

Leichter gesagt als getan – aber es nützt: Indem du den Stress herunterfährst, beruhigst du zugleich dein vegetatives Nervensystem, das unter anderem für die Schweissbildung verantwortlich ist. Wer nervös und gestresst ist, neigt hingegen häufiger zu Schweissattacken. Wie du den Alltagsstress effektiv reduzieren kannst, erfährst du hier.

Geh regelmässig in die Sauna

Wer viel in der Sauna schwitzt, der schwitzt weniger. Klingt unlogisch, aber es soll funktionieren: Durch das regelmässige Saunieren trainierst du das Kühlsystem und deine Schweissdrüsen. Dein Körper gewöhnt sich längerfristig an die Temperaturschwankungen und bildet weniger Schweiss. Die Annahmen stützen sich auf Erfahrungsberichte von Betroffenen. Der Theorie fehlen aber bisher wissenschaftliche Belege. Ein Versuch ist es allemal wert. Denn die Sauna hat vielerlei weitere positive Effekte auf unsere Gesundheit.

Übrigens: Wirksame Mittel gegen Achselschweiss kommen auch in der Natur vor. Informiere dich hier, welche natürlichen Substanzen zu den Top-Schweisshemmern gehören.

Wenn dein Schwitzproblem anhält, empfehlen wir dir den Gang zum Dermatologen. Er kann abklären, ob du an krankhaftem Schwitzen (Hyperhidrose) leidest und ob eventuell eine spezielle Therapie erforderlich ist.