Die grössten Altersbeschleuniger

Wusstest du, dass die Gene einen relativ geringen Einfluss auf den menschlichen Alterungsprozess haben? Viel mehr ins Gewicht fallen Umwelteinflüsse sowie der persönliche Lebensstil. Wir verraten dir, von welchen Altersbeschleunigern du dich besonders in Acht nehmen solltest.

Catherina Bernaschina

Altersbeschleuniger

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«Forever young» sang die Band Alphaville vor gut 35 Jahren. Sie drückte damit aus, was viele Menschen sich wünschen: ewige Jugend. Doch das Altern ist ein nicht umkehrbarer biologischer Vorgang, dem sich niemand entziehen kann. Dennoch: Nicht jeder Mensch altert gleich schnell. Wissenschaftler vermuten, dass der individuelle Alterungsprozess nur zu 20 bis 30 Prozent durch genetische Faktoren bedingt ist. Der Rest hängt von Umwelteinflüssen sowie vom persönlichen Lebensstil ab. Vor folgenden Altersbeschleunigern solltest du dich unbedingt hüten, wenn du nicht «forever» aber «longer young» bleiben möchtest:

Rauchen

Es ist kein Geheimnis, dass Rauchen ungesund ist. Doch wusstest du, dass die schlechte Angewohnheit auch zu den grössten Altersbeschleunigern gehört? Regelmässiges Qualmen beschleunigt die Alterung der Gefässe und der Haut. Raucher und Raucherinnen haben viel faltigere Haut als ihre tabakabstinenten Altersgenossen. Aber nicht nur das: Der Glimmstängel führt zudem zu Verfärbungen von Zähnen und Fingernägeln, was dem äusseren Erscheinungsbild einer Person wenig schmeichelt.

Übergewicht

Noch stärker als das Rauchen beschleunigt starkes Übergewicht unseren Alterungsprozess. Vor allem in Kombination mit Rauchen. So betrug in einer Studie der Unterschied zwischen schlanken und stark übergewichtigen Frauen ganze 8,8 Jahre. Dass überschüssige Pfunde unsere Zellen schneller altern lassen, belegt auch eine andere Studie der Universitätskliniken Dresden und Schleswig-Holstein. Den Forschenden gelang es nachzuweisen, dass krankhaftes Übergewicht negative Auswirkungen auf das biologische Alter der Leber hat.

Schlafmangel

Beim Schlaf zu knausern, zahlt sich nicht aus. Denn wer konstant zu wenig schläft, beschleunigt seinen Alterungsprozess. Ein ständiger Schlafmangel hat negative Auswirkungen auf die Zellteilung und -erneuerung. Fehlt die Zeit zum Regenerieren, fühlt man sich am nächsten Tag müde und unkonzentriert. Augenringe sowie ein fahler Teint sind noch das kleinste Problem. Denn chronischer Schlafmangel lässt die Haut schneller altern und schwächt zudem das Immunsystem. Merke dir: Mindestens sechs bis sieben Stunden pro Nacht braucht unser Körper, um seine Batterien wieder aufzuladen.

 Alkohol

«Ein Gläschen Rotwein am Tag schützt das Herz», heisst es. Doch werden aus dem einen Glas mehrere Gläser täglich, leidet – abgesehen von den gesundheitlichen Folgen – dein Aussehen darunter. Alkohol ist schlecht für die Figur, da er viele Kalorien enthält. Ein hoher Alkoholkonsum schadet zudem der Haut: Er reduziert die Menge an Antioxidantien, wodurch die Haut schneller altert. Zudem hat Alkohol einen dehydrierenden bzw. austrocknenden Effekt.

Falsche Ernährung und Schnelldiäten

Auch unsere Ernährung wirkt sich auf den Alterungsprozess aus. Wie heisst es doch so schön: «Du bist, was du isst.» Ernährst du dich gesund und ausgewogen, bleibst du körperlich und geistig länger fit. Falsche Ernährungsgewohnheiten können hingegen Übergewicht, Diabetes und andere körperlichen Probleme nach sich ziehen. Vor allem Fertiggerichte, Snacks und Fast Food sind schlecht für den Körper: Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem den Stoffwechsel verlangsamen. Auch von Extremdiäten ist abzuraten, da sie deine Haut hart auf die Probe stellen: Die Epidermis mag mit den grossen Gewichtsschwankungen nicht mithalten. Die Haut verliert an Elastizität und altert infolge des diätbedingten Wasser- und Eisweissverlusts vorzeitig.

Viel Make-up

Zu viel Schminke kann die Hautporen verstopfen und zu Hautunreinheiten führen – vor allem, wenn wir uns abends nicht richtig abschminken. Doch nicht nur das: Eine zu dicke Make-up-Schicht schnürt der Haut sprichwörtlich die Luft ab. Dadurch kommt es zu einem Abbau von Kollagen, die Haut verliert an Spannkraft. Dazu kommt, dass viele Make-up-Grundlagen Inhaltsstoffe wie Silikone und Mineralöl enthalten, die alles andere als hautfreundlich sind. Wir empfehlen dir ein natürliches Alltags-Make-up frei von chemischen, hautirritierenden Inhaltsstoffen. Weitere wichtige Pfeiler, die vor vorzeitiger Hautalterung schützen, sind eine regelmässige Gesichtspflege und der richtige Sonnenschutz.

Multitasking und Stress

Ein frenetischer Lebensstil hilft nicht, jung zu bleiben. Im Gegenteil: Wer sich nie eine Auszeit gönnt und zu viel gleichzeitig erledigen will, wird sich früher mit Altersfalten, grauen Haaren und Haarausfall auseinandersetzen müssen. Chronischer Stress treibt die körpereigene Produktion freier Radikale an, was wiederum die Haut altern lässt. Wenn du Stress abbauen und optischen Alterserscheinungen vorbeugen möchtest, dann setzt du am besten auf regelmässige Erholungspausen, Entschleunigung und Entspannungsübungen.

Ärger

Zu guter Letzt können auch Emotionen wie Ärger, Wut und Sorgen unser Antlitz frühzeitig altern lassen. Wie ein steter Tropfen, der den Stein höhlt, lassen auch Sorgenfalten sowie ein ständig angespannter Gesichtsausdruck bleibende Spuren auf unserem Gesicht zurück. Wenn es schon Falten sein müssen, dann doch lieber sympathische Lachfalten, oder?