Aufs Velo statt ins Fitness

Um abzunehmen und gesund zu bleiben, müssen wir nicht unbedingt extra Fitnesszeiten in unseren Tagesablauf einbauen. Ebenso wirkungsvoll ist es, sein Ausdauerprogramm in den Alltag zu integrieren. Wie geht’s? Einfach mal zur Arbeit radeln statt mit dem Auto oder ÖV zu fahren.

Vivien Wassermann

Mit dem Velo zur Arbeit

© Viktor Kern, unsplash.com

Wer mit dem Velo zur Arbeit fährt, verbrennt mehr Fett, als wenn er ins Fitness-Studio geht. Dies hat eine Forschergruppe der Universität Kopenhagen herausgefunden. Man muss gar keine extra Fitnesszeiten einbauen, sondern kann sein Ausdauerprogramm gut und ohne grosse Anstrengungen in den Alltag integrieren. Die Wissenschaftler liessen dafür eine Gruppe der Studienteilnehmer (übergewichtige jüngere Männer und Frauen mit erhöhtem Körperfettanteil) sechs Monate lang gemütlich mit dem Rad zur Arbeit und wieder zurück fahren – etwa 14 km täglich. Eine zweite Gruppe ging nach der Arbeit für 35 Minuten ins Fitnessstudio, ohne sich jedoch zu überanstrengen (50% der maximalen Leistung). Die dritte Gruppe trainierte an fünf Tagen jeweils 55 Minuten intensiv im Fitnessstudio. Die Kontrollgruppe veränderte nichts an ihrem Leben. Es zeigte sich: Die Velofahrer hatten nach sechs Monaten im Schnitt 4,5 kg an Fettmasse verloren. Die intensiv trainierenden 4,2 kg und die moderat trainierenden nur 2,6 kg.

Zuvor hatte eine aktuelle britische Studie bereits aufgezeigt, dass Menschen, die mit dem Velo zur Arbeit fuhren, ein um 40% vermindertes Risiko hatten, an Krebs zu sterben. Auch das Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war signifikant niedriger bei den Radlern. Fazit: Wer öfter in die Pedale tritt, tut sich rundum etwas Gutes.