Stimmen diese Beauty-Mythen?

Das Internet ist voll von ihnen: Beauty-Mythen. Aber ist an denen auch etwas dran? Lässt die Zahnpasta tatsächlich hartnäckige Pickel verschwinden? Zaubern Karotten einen braunen Teint? Finde heraus wie viel Wahrheit in den weitverbreitetsten Beauty-Mythen steckt.

Tasia Abbatecola

Beauty-Mythen

© SanneBerg, istockphoto.com

Wir wissen nicht so recht, ob wir an sie glauben sollen oder nicht: Die Beauty-Mythen. Wir haben uns die zehn bekanntesten Mythen einmal genauer angeschaut und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

1. Zahnpasta lässt Pickel verschwinden

Wohl eine der berühmtesten Mythen. Auf den ersten Blick scheint dies sogar noch möglich. Die Paste wirkt nämlich antiseptisch, so können sich Keime nicht leicht vermehren. Ausserdem trocknet sie die Entzündung aus, indem sie ihr die Flüssigkeit entzieht. Allerdings beinhaltet eine Zahnpasta auch zahlreiche Inhaltsstoffe, die auf der Haut nichts zu suchen haben. Menthol und Fluor zum Beispiel. Diese reizen die Haut und können eine vorhandene Entzündung sogar verschlimmern. Diese Methode ist also nicht empfehlenswert.

2. Zitrone blondiert die Haare

Durch die enthaltene Säure wirkt Zitrone als Aufheller für die Haare. Allerdings ist dies für das Haar extrem strapaziös und deshalb nicht sehr empfehlenswert. Vor allem bei brüchigem Haar solltest du lieber die Finger davon lassen. Wenn du schon auf Zitronensaft setzt, solltest du die Zitrone mit Wasser zu verdünnen – das ist dann ein wenig schonender.

3. Karotten machen einen braunen Teint

Karotten enthalten Beta-Carotin, einen Naturfarbstoff, der ihnen die orange Farbe gibt. Bei Menschen könnte der Verzehr von Karotten also ähnlich funktionieren, quasi als Bräunungsbeschleuniger. Tatsächlich ist Beta-Carotin ein natürlicher Hautbräuner. Allerdings können wir niemals genügend Karotten zu uns nehmen, um die gewünschte Wirkung zu erlangen. Um einen sichtbaren Effekt zu erzielen, müsstest du über längere Zeit täglich zwischen drei und fünf Kilo Karotten zu dir nehmen. Dieser Mythos ist also bloss zum Teil wahr.

4. Gurken lassen feine, müde Augenfältchen verschwinden

Weil die Gurke fast ausschliesslich aus Wasser besteht, hat sie eine angenehm kühle Wirkung, wenn du sie auf die Augen legst. Das in ihr enthaltene Vitamin E spendet ausserdem Feuchtigkeit und die Antioxidantien wehren freie Radikale ab, die wiederrum für Hautalterung sorgen. Gurken könnten also tatsächlich Fältchen verschwinden lassen. Sie sind allerdings kein Wundermittel.

5. Schwarztee hilft bei angeschwollenen Augen

Ja. Die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe kurbeln den Stoffwechsel der Lymphdrüsen an. Das wirkt abschwellend. Ausserdem besitzt er entzündungshemmende Eigenschaften, welche die Rötungen um die Augen herum reduzieren. Dazu reinen Schwarztee aufkochen und zwei, drei Minuten ziehen lassen. Nachdem der Tee abgekühlt ist, die Teebeutel ausdrücken und direkt auf die Augenpartie legen. Oder Kompressen in den Tee tauchen und auf die Augen legen. Verstärkt wird der Effekt noch, wenn der Tee zuvor im Kühlschrank gewesen ist.

6. Ein Milchbad macht die Haut babyweich

Kleopatra hat’s gemacht, da muss also etwas dran sein. Das Fett der Milch glättet die Haut und versorgt sie gleichzeitig mit viel Feuchtigkeit. Milchzucker und Milchsäure sind ausserdem tolle Feuchtigkeitsbinder, die die Haut aufpolstern. Die enthaltenden Vitamine schützen die Haut vor freien Radikalen und damit vor einer frühzeitigen Alterung. Für ein Vollbad benötigst du 1 Liter Milch, eine Tasse Honig und für einen angenehmen Geruch ein wenig ätherisches Öl (zum Beispiel ein paar Tropfen Lavendelöl) hinzu. Mische die drei Zutaten in einer Schüssel und füge diese mit dem einlaufenden Badewasser in die Badewanne ein.

7. Meersalzbäder heilen die Haut

Salz ist voller wichtiger Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Jod und Kalium. Sie alle haben eine entscheidende Bedeutung für die Haut. Die Salzpartikel entfernen tote Hautschuppen und wirken desinfizierend bei Unreinheiten wie Akne. Salz tötet nicht nur die Bakterien auf der Haut, sondern regt zusätzlich die Wundheilung an. Die Antwort ist also: Ja.

8. 100 Bürstenstriche lassen die Haare glänzen

Übermässiges Bürsten regt die Talgproduktion der Kopfhaut an. Dadurch wirken die Ansätze schnell fettig. Das natürliche Fett wird durch das Bürsten dann zwar über das ganze Haar verteilt und bringt es so tatsächlich zum Glänzen – dafür wirkt das Haar aber eben fettiger.

9. Putzt man die Zähne mit Backpulver, werden sie weiss

Ja. Aber es ist extrem ungesund für deine Zähne! Das Backpulver entfernt nämlich auch den Zahnschmelz. Danach kommt es viel schneller zu Verfärbungen, zum Beispiel durch Nikotin und Kaffee.

10. Spitzen schneiden fördert das Haarwachstum

Leider nein. Das Haar sieht nach einem frischen Haarschnitt tatsächlich voller aus, doch dieses hat auf das Haarwachstum keinen Einfluss. Denn hierauf haben nur die Wurzeln Einfluss.