Darum ist Schwimmen gesund

Schwimmen ist gesund. Das ist allen bekannt. Aber warum ist das eigentlich so? Der Wassersport ist nicht nur gut für die Ausdauer und den Muskelaufbau, er macht auch noch Spass und entspannt sogar. Finde hier heraus, wieso Schwimmen uns sonst noch so gut tut.

Tasia Abbatecola

Schwimmen

© Bruno Rosa, de.123rf.com

Vor allem in der warmen Jahreszeit verlockt es uns, ins kühle Nass zu springen. Und das sollten wir auch unbedingt tun! Schwimmen zählt aufgrund seiner zahlreichen positiven Auswirkungen auf den Körper zu den gesündesten Sportarten, die es gibt. Und dafür gibt es viele Gründe:

Dein Kreislauf wird angekurbelt

Die Bewegung bringt unseren Kreislauf in Schwung. Da es sich beim Schwimmen um eine Ausdauersportart handelt, benötigen die Muskeln viel Energie. Damit genügend Sauerstoff und Nährstoffe transportiert werden kann, muss das Herz also stärker und schneller schlagen. Schwimmst du regelmässig, passt sich der Herzmuskel schliesslich den geforderten Leistungen an. Das heisst, schon bald schlägt das Herz ruhiger und kräftiger – und das nicht nur beim Sport. Zudem sinkt oft auch der Blutdruck. Dies schont die Gefässe. Doch nicht nur deswegen ist das Schwimmen ein gutes Herz-Kreislauf-Training: Das Wasser drückt von allen Seiten auf die äusseren Blutgefässe deines Körpers. Damit Durchblutung und Sauerstoffversorgung weiterhin reibungslos laufen, müssen Herz und Kreislauf gegen diesen Druck arbeiten. Dadurch werden sie zusätzlich gestärkt.

Von den Zehen bis hin in die Fingerspitzen

Es gibt eigentlich keinen anderen Sport, der die Muskulatur so umfänglich und doch schonend trainiert. Beim Schwimmen sind sehr viele Muskelgruppen an den Bewegungsabläufen beteiligt. Welche genau, hängt vom gewählten Schwimmstil ab. Somit wird die Muskulatur aufgebaut, aber auch das Körpergewebe gestrafft. Dazu kommt, dass die Bewegungen im Wasser gelenkschonend sind, da der Körper im flüssigen Medium leichter ist. Die Belastungen beim Wassersport sind also gleichmässiger verteilt. Im Gegensatz zum Joggen, zum Beispiel, wo besonders die Knie beansprucht werden. Extra viel Training bekommen aber die Brustkorb- und Atemmuskulatur. Dadurch, dass der Brustkorb im Wasser leicht zusammengedrückt wird, muss der Atemmuskel härter arbeiten. Auch die Beinmuskeln werden merklich gestärkt und die sogenannte Muskel-Venen-Pumpe aktiviert. Hiermit ist die Unterstützung des Blutkreislaufs durch die Muskelbewegung der Beine gemeint. So treibt sie den Rücktransport des venösen Blutes zum Herzen voran. Der Wassersport stärkt also die Venen und sorgt für gut durchblutete Beine.

Indem du beim Schwimmen die Bauchmuskulatur anspannst, kannst du auch deine Bauch- und Rückenmuskulatur trainieren. Du musst lediglich deinen Bauchnabel so weit wie möglich in Richtung Wirbelsäule einziehen. Dabei werden deine Bauchmuskeln gestrafft und dein Körper hat eine aufrechte Lage, dies wirkt sich positiv auf deine Rückenmuskulatur aus.

Abnehmen durchs Schwimmen

Eine Studie des Instituts für Prävention und Nachsorge (IPN) in Köln konnte belegen, dass die Energie- und Fettverbrennung beim Schwimmen genauso hoch ist wie beim Radfahren. Ganze 530 Kalorien werden in einer Stunde Brustschwimmen verbrannt. Eine Stunde kraulen, verbrennt sogar bis zu 900 Kilokalorien. Schwimmen ist also ein richtiger Fatburner und eignet sich gut zum Abnehmen – neben einer Ernährungsumstellung natürlich. Der Kalorienverbrauch ist aber nicht nur wegen der vielen Muskelarbeit so hoch. Um die Körpertemperatur im Wasser zu regulieren, muss der Körper ebenfalls Energie aufwenden. Ist die Wassertemperatur höher oder niedriger als 26 Grad muss er mehr Energie verbrauchen, damit er nicht überhitzt bzw. unterkühlt. Das führt zu einer Fettverbrennung ganz ohne extra Anstrengung.

Und so geht’s:

  • Brustschwimmen: Hier werden die Arme geradeaus ausgestreckt und das Wasser sozusagen zur Seite gewischt. Diese Bewegung kann schnell oder langsam durchgeführt werden. Dieser Stil stärkt Arm-, Brust- und Beinmuskulatur. Achtung: Unbedingt den Stil richtig ausführen, also den Kopf bei jedem Zug unter Wasser tauchen und über dem Wasser wieder ausatmen. Ärzte warnen davor, dass man sonst leicht Nackenschmerzen bekommt, bzw. dass vorhandene Nackenbeschwerden sich durch das Halten des Kopfes über der Wasseroberfläche noch verstärken.
  • Kraulen: Du schwimmst in gestreckter Haltung, die Beine schlagen unter dem Wasser und die Arme tauchen abwechselnd weit vor deinem Kopf ins Wasser ein. Dieser Stil braucht viel Ausdauer.
  • Rückenschwimmen: Da liegst du auf dem Rücken auf dem Wasser und kannst dich so auch einfach treiben lassen. Dieser Stil hilft vor allem bei Rückenproblemen, da er die Wirbelsäule entlastet. Mit den Armen machst du die gleiche Bewegung wie beim Kraulen und verbrennst so bis zu 500 Kalorien pro Stunde.
  • Schmetterling-Technik: Der Körper bewegt sich wellenförmig durchs Wasser und die Hände machen eine kreisende Bewegung. Das ist der anspruchsvollste Stil, weshalb hier bis zu 900 Kalorien pro Stunde verbrannt werden können.