Handy-Süchtig? So funktioniert Digital-Detox

Während dem Essen, im Zug oder im Bett – unsere Aufmerksamkeit gilt oft unserem Smartphone. Nicht selten führt das zu einer Reizüberflutung. Ein Digital-Detox kann hier Abhilfe verschaffen. Wie so ein Entzug aussehen könnte, erfährst du hier.

Tasia Abbatecola

Digital-Detox

© Josep Suria, de.123rf.com

Brauchst du einen Digital-Detox? Gut tun würde es dir auf jeden Fall, wenn du: Fast schon krankhaft ständig dein Smartphone checkst. Immer und überall erreichbar sein musst, da du sonst etwas verpassen könntest. Oder bildest du dir sogar öfters ein, dass dein Handy in der Hosentasche vibriert hat? Dann ist es höchste Zeit für eine Entgiftung, denn du bist deinem Smartphone komplett ausgeliefert. Digital-Detox bedeutet, dass du dir eine Auszeit von der Online-Welt gönnst. Ziel ist es, wieder analoger zu werden und die Umwelt und das wirkliche Leben mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Die Realität kann nämlich unbemerkt an dir vorbeiziehen. Kein Wunder, denn jeden Tag wirst du mit unzähligen Informationen, Texten, Bildern und Videos bombardiert und bist so mit den Gedanken immer woanders. Auch soll der Detox helfen, zu entspannen. Das ständige online-Sein führt nämlich zu einer Reizüberflutung, die wiederrum zu Dauerstress führt.

Wie geht Digital-Detox?

Um von deinem Smartphone weg zu kommen, musst du in erster Linie deine Gewohnheiten ändern. Und das braucht seine Zeit. Versuche deshalb handyfreie Zeiten in deinen Alltag zu integrieren. Wir haben dir hier acht Tipps zusammengestellt, die dir helfen, Schritt für Schritt auf dein Smartphone zu verzichten. Hinweis: Zu einem richtigen Digital-Detox gehört eigentlich auch der Verzicht auf Laptop und jegliche elektronische Kommunikation.

Offline-Zeitfenster

Lege Smartphone oder Laptop einfach einmal zur Seite. Bestimme jeden Tag ein Zeitfenster, in dem du komplett offline gehst. Zum Beispiel eine Stunde vor dem zu Bett gehen oder auch während dem Abendessen.

Offline-Zonen

Smartphone nicht erwünscht: Richte dir in deinem Zuhause Offline-Zonen ein. Zum Beispiel in deinem Schlafzimmer. Dann scrollst du vor dem Schlafengehen auch nicht stundenlag durch deine Social Media Kanäle.

Emails nur einmal checken

Ständig hast du das Gefühl etwas zu verpassen. Doch eigentlich ändert sich von Minute zu Minute gar nicht so viel, oder? Es reicht also, wenn du nur einmal täglich – morgens oder abends – deine privaten Emails checkst. Schnell wird klar, dass nichts passiert, wenn du einmal nicht gleich sofort antwortest. Ausserdem lässt sich mit der neugewonnenen Zeit einiges anstellen.

Smartphone vergessen

Die meisten tragen das Smartphone am Körper, damit es auch immer griffbereit ist. Ohne fühlst du dich wahrscheinlich sogar nackt. Trotzdem: Verlasse das Haus einmal ohne dein Handy. Geh einkaufen oder ins Kino. Du wirst schnell merken, dass sich die Welt weiterdreht, auch wenn du nicht ständig online bist.

Digital-Detox Ferien

Ein paar wenige Stunden am Tag ohne Handy reichen dir für die Entgiftung nicht aus? Dann kannst du auch gleich Urlaub von der online Welt nehmen. Fahre in die Ferien und lasse dein Smartphone einfach zu Hause liegen. Auch immer mehr Hotels oder haben sich auf den Trend angepasst und bieten Offline-Ferien an. Das Handy gibst du zu Beginn des Aufenthalts an der Rezeption ab.   .

Dienste Auslagern

Kalender, Wecker und Notizblock – das Smartphone ist meist alles zugleich. Muss es aber nicht. Ein analoger Wecker ist gar nicht so teuer und funktioniert genauso gut wie dein Handy. Dasselbe gilt für Kalander und Notizblöcke. Wenn du diese Dienste auslagerst, greifst du automatisch weniger oft zum Smartphone und bist so weniger davon abhängig.

Flugmodus

Das Einschalten des Flugmodus ist ein guter Trick: Du hast das Smartphone immer noch bei dir, aber die Verbindung zu Netz und Internet sind getrennt. Dann ist es auch nicht so verlockend, immer wieder auf das Display zu schauen.

Digital-Detox App

Klingt komisch, dass ausgerechnet eine App dir beim Smartphone-Entzug helfen soll. Es gibt aber viele Apps, mit denen du beispielsweise deine Nutzung auf ein bestimmtes Zeitvolumen beschränken kannst. Oder aber sie zeigen dir einfach auf, wie viel Zeit du tatsächlich auf deinem Handy verschwendest und öffnen dir so die Augen. Beispiele solcher Apps: Quality Time, AppDetox.