Lass der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

Wenn die Natur im Frühling erwacht, hat dies bei vielen Menschen den gegenteiligen Effekt: Sie fühlen sich schläfrig und abgeschlagen. Die ersten Sonnenstrahlen rauben ihnen regelrecht die Kraft. Damit es dir nicht gleich ergeht, hältst du dich am besten an unsere Wachmacher-Tipps.

Catherina Bernaschina

Frühjahrsmüdigkeit

© shutterstock.com, Nadya Lukic

Die Frühjahrsmüdigkeit kann sehr belastend sein. Vor allem, wenn sich zur Müdigkeit noch Kreislaufprobleme und Schwindel hinzugesellen. Die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit sind noch nicht eindeutig geklärt. Man weiss jedoch, dass das Phänomen mit den wärmeren Temperaturen, dem Blutdruck und der hormonellen Umstellung zusammenhängt.

Umstellung auf Frühlingsmodus macht müde

Nach den dunklen Wintermonaten sind unsere Reserven aufgebraucht. Die oftmals nährstoffärmere Ernährung im Winter hat dem Organismus zugesetzt. Es fehlt ihm an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Mit dem zunehmenden Tageslicht beginnt der Körper, das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin zu produzieren. Gleichzeitig ist die Konzentration des Schlafhormons Melatonin noch sehr hoch. Der Körper reagiert mit Müdigkeit und einem gesteigerten Schlafbedürfnis auf diese hormonelle Wechselwirkung. Mit den steigenden Temperaturen weiten sich zudem die Blutgefässe und der Blutdruck sinkt. Das macht uns zusätzlich schlapp.

Wetterfühlige Menschen sind häufiger betroffen

Die Frühjahrsmüdigkeit spüren wir oft ein erstes Mal, wenn sich ein paar warme Tage aneinanderreihen. Bis sich unsere innere Uhr an die neuen klimatischen Bedingungen gewöhnt hat, können mehrere Wochen vergehen. Häufige Wetterumschwünge – wie etwa im April – können die Anpassungsphase sogar noch verlängern. Dabei belasten die ständigen Temperaturwechsel im Frühjahr vor allem wetterfühlige Menschen. Auch Menschen, die sowieso schon einen niedrigen Blutdruck haben, spüren das Phänomen intensiver. In der Regel sind Frauen etwas häufiger von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen als Männer. Besonders ältere Menschen leiden oft darunter.

Was gegen die Schläfrigkeit hilft

Es gibt ein paar wirksame Tricks, mit denen du der körperlichen Abgespanntheit im Frühling das Handwerk legen kannst. Die wichtigsten Pfeiler sind Licht, Bewegung und frische Luft. Zudem gilt: Je fitter du bist, desto besser bist du vor der Frühjahrsmüdigkeit gewappnet. Folgende Wachmacher-Tipps helfen dir dabei, in Frühlingshochform zu kommen.

  1. Halte dich möglichst oft im Freien auf. So gewöhnst du dich an die steigenden Temperaturen und tankst gleichzeitig ordentlich Sauerstoff. Frische Luft ist immer noch die beste Wunderwaffe bei Frühjahrsmüdigkeit.
  2. Gehe viel spazieren und treibe regelmässig Sport. Bewegung ist gut für deinen Blutdruck und hält dich in Schwung.
  3. Folge dem Licht. Das natürliche Tageslicht regt die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Gleichzeitig wird deine biologische Uhr richtig eingestellt.
  4. Führe regelmässig Wechselduschen, sie stärken dein Immunsystem und regen den Kreislauf an. Zudem senken sie deine Empfindlichkeit gegenüber Wärme und Kälte, was deinen Körper bei der Temperaturumstellung unterstützt.
  5. Sorge für ausreichend Schlaf (zwischen sieben und neun Stunden), damit du energiegeladen in den Tag starten kannst.
  6. Bestimmte ätherische Öle haben eine belebende Wirkung auf Körper und Geist. Zitrusdüfte wie Zitrone, Orange und Limette sind stimmungsaufhellend. Pfefferminze sorgt für Frische und einen klaren Kopf. Einfach ein paar Tropfen in den Diffuser geben und den wohltuenden Duft einatmen.
  7. Ernähre dich ausgewogen und vitaminreich. Nach der oft einseitigen und fettreichen Ernährung im Winter sind jetzt viel Obst und Gemüse gefragt. Die Extraportion Vitamine bringt deinen Stoffwechsel in die Gänge.
  8. Trinke morgens ein Glas heisses Zitronenwasser auf nüchternen Magen. Entsafte dazu eine halbe Zitrone und gib den Saft in ein Glass heisses Wasser. Das heisse Getränk weckt und entgiftet den Körper und stärkt das Immunsystem.
  9. Tue etwas Gutes für deine Psyche, um nicht in ein Loch zu fallen. Triff Freunde und sei unternehmungslustig.

Was, wenn die Frühjahrsmüdigkeit anhält?

Bei andauernden Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen können manchmal auch Nahrungsergänzungsmittel in Form von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen weiterhelfen. Wichtig ist es auch, von einer Fachperson abklären zu lassen, dass für die Erschöpfung und Müdigkeit keine anderen Ursachen in Frage kommen. Wenn die Symptome über Monate andauern, könnten auch Erkrankungen wie das chronische Erschöpfungssyndrom, ein Burnout, eine Depression oder eine Schilddrüsenunterfunktion dahinterstecken.