Gut schlafen trotz Sommerhitze

Die meisten von uns freut es, wenn endlich der Sommer Einzug hält. Doch wenn die Temperatur nachts nicht mehr unter 20 Grad fällt, wird aus dem Sommernachtstraum oft ein Albtraum. Mit unseren Empfehlungen kommst du gut durch die Nacht.

Na, gut geschlafen und ausgeruht? Das glauben wir dir. Mit unseren Tipps kann das nur gelingen. © Antonio Guillem, de.123rf.com

Richtig lüften

Früh am Morgen und spät am Abend vor dem Zubettgehen solltest du das Schlafzimmer gut durchlüften. Tagsüber sollten die Fenster dagegen geschlossen bleiben, auch wenn sich der windige Durchzug angenehm anfühlt. Denn dadurch kommt trotzdem nur warme Luft ins Zimmer.

Die Wahl der Jalousien

Aussenjalousien sind erheblich effektiver als Innenjalousien. So lassen Innenjalousien im geschlossenen Zustand noch etwa 75 Prozent der Wärme von draussen ins Zimmer. Durch Aussenjalousien gelangen nur gut 25 Prozent rein.

Kopfkissen weglassen

Das Kopfkissen kann Wärme speichern, sodass wir zusätzlich schwitzen. In heissen Nächten können wir stattdessen, sofern möglich, das Kopfteil des Bettes erhöhen.

Bloss nicht nackt schlafen

Wir verlieren nachts etwa einen halben Liter Schweiss. Dieser wird am besten von einem leichten Baumwoll-Pyjama oder -Nachthemd aufgesaugt. Wer nackt schläft, kann leicht unterkühlen und sich erkälten.

Viel trinken, richtig dosiert

An heissen Tagen sollten wir etwa 3 Liter Wasser, ungesüsste Tees oder Fruchtschorlen über den Tag verteilt trinken. Direkt vor dem Zubettgehen am besten nur noch einen Schluck, damit wir nachts nicht rausmüssen. Wer am Abend einen Pfefferminztee trinkt, hat einen zusätzlichen kühlenden Effekt auf den Körper. Auf zu viel Alkoholisches sollten wir lieber verzichten. Ein erfrischendes Radler ist in Ordnung, jedoch sollte es nicht eiskalt sein, da unser Körper sonst wieder dagegen anwärmt. Grössere Mengen Alkohol entziehen dem Körper hingegen Wasser – somit wird der austrocknende Effekt der Hitze noch verstärkt. Dies sorgt dafür, dass der Schlaf in der zweiten Nachthälfte unruhig ist und wir häufiger aufwachen.

Leichte Kost

Auf das Grillieren mit Bratwurst und Schnitzel sollten wir am Abend lieber verzichten. Denn fettreiches Essen kann die Nachtruhe stören. Orientieren wir uns lieber an den Südeuropäern und setzen auf leichte Speisen wie Fisch, Poulet, Reis und Gemüse.

Lauwarm statt kalt

Auch wenn man an heissen Tagen nach einer Erfrischung lechzt: Vor dem Zubettgehen lieber lauwarm als kalt duschen. Denn das kalte Wasser kurbelt den Kreislauf zu stark an, sodass sich der Körper wieder erwärmt.

Elektrogeräte entfernen

Fernseher und andere Elektrogeräte strahlen Wärme ab. Zudem kann Elektrosmog unseren Schlaf stören. Am besten: entsprechende Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen oder Stecker ziehen. Und einen batteriebetriebenen Wecker neben das Bett stellen.

Ventilatoren ausschalten

Auch durch den Gebrauch von Ventilatoren und Klimaanlagen können wir uns leicht erkälten. Besser: Eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen einstellen, um den Raum zu kühlen. Zur Nachtruhe wieder ausstellen.

Laken statt Decke

Ganz auf ein Zudeck verzichten sollten wir nicht. Das Erkältungsrisiko ist zu gross. Zudem schlafen wir nachweislich besser, wenn wir uns mit etwas bedecken. Das vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. Deshalb: Möglichst ein einfaches Laken aus Satin, Leinen oder Naturseide nehmen.

Zusatztipp: Hitze und Medikamente

Nimmst du regelmässig Medikamente ein? Dann solltest du deinen Medikationsplan unbedingt in der Apotheke überprüfen lassen. Denn die Einnahme einiger Arzneien kann bei Hitze Probleme bereiten. Ausserdem wichtig: Die richtige Lagerung. Sollen Arzneien kühl gelagert werden, also zwischen 2 und 8 Grad, empfiehlt es sich, sie im Gemüsefach aufzubewahren. Auf keinen Fall jedoch in der Ablage der Kühlschranktür, die häufigen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.