Lebensmittel gegen Übelkeit

Übelkeit und Unwohlsein können plötzlich und unerwartet auftreten. Gut, wenn man in solchen Situationen ein paar Mittel kennt, um das flaue Gefühl im Magen schnell wieder loszuwerden. Es gibt zum Beispiel eine Reihe von Lebensmitteln, die gegen Übelkeit helfen. Wir stellen sie dir vor.

Catherina Bernaschina

Übelkeit

Ein verdorbener Magen, eine Magen-Darm-Erkrankung, Schwangerschaft, Ekel, eine holprige Autofahrt oder zu viel Alkohol: Übelkeit hat viele Ursachen. Oft ist sie ein Vorbote von Erbrechen. Das flaue Gefühl im Magen kann aber auch auftreten, ohne dass es bis zum Äussersten kommen muss. Bevor du wegen etwas Übelkeit und Unwohlsein gleich zu Medikamenten greifst, solltest du die folgenden Lebensmittel ausprobieren:

Ingwer

Die Powerknolle ist eine Allzweckwaffe. Sie stärkt nicht nur deine Abwehrkräfte, sondern entgiftet auch den Körper und hilft bei allerlei Magenproblemen. Die Wirkung von Ingwer ist auf die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol zurückzuführen. Sie mindern Übelkeit, unterrücken den Brechreiz und fördern gleichzeitig die Durchblutung und damit auch die Verdauungsfunktion. Am besten schneidest du dir ein paar Scheibchen von der Wunderwurzel ab und kochst sie mit heissem Wasser auf (ca. 15 Minuten ziehen lassen). Vorsicht: Da Ingwer unter Verdacht steht, wehenfördernd zu sein, solltest du von der Einnahme von Ingwer in den letzten beiden Schwangerschaftsdritteln absehen.

Pfefferminze

Bereits das Schnuppern an der Pfefferminze kann Linderung bringen. Die Wirkung des erfrischenden Minzaromas kommt aber noch besser zur Geltung, wenn du ein paar gewaschene Blätter der krautigen Pflanze kaust oder sie als Tee zubereitest. Das ätherische Öl der Pfefferminze hilft nicht nur bei Übelkeit, sondern auch bei Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Der Pfefferminztee ist eine gute Alternative für Kinder, die den Ingwertee nicht besonders mögen.

Fencheltee

Auch dieser Tee ist ein wirksames Hausmittel gegen Übelkeit. Die ätherischen Öle in seinen Samen wirken magenberuhigend. Mehr über die Wirkungskraft verschiedener Teesorten kannst du hier erfahren.

Zwieback, Knäckebrot & Co.

Stärkehaltige, leicht verdauliche Lebensmittel wie Zwieback, Knäckebrot, Kräcker und Weissbrot absorbieren die überschüssige Magensäure und helfen so, den Magen zu stabilisieren. Als Mittel gegen Übelkeit sind diese Lebensmittel ideal. Denn oft bekommt man bei einem flauen Magen überhaupt nichts runter. Zwieback, Knäckebrot & Co. sind jedoch relativ geruchs- und geschmacksneutral und damit relativ geniessbar. Gerade in der Schwangerschaft ist trockenes Brotgebäck eine effektive Waffe gegen die morgendliche Übelkeit.

Wasser

Bei leichter Übelkeit hilft es schon, ein Glas stilles Wasser in kleinen Schlucken zu trinken. Das Wasser versorgt deinen Körper mit Flüssigkeit und lindert Kopfschmerzen, die häufig im Zusammenhang mit Übelkeit auftreten können.

Zitrone

Auch mit Wasser verdünnter Zitronensaft oder das Lutschen an einer Zitronenscheibe helfen, die Übelkeit zu vertreiben. Ausserdem ist die Zitrone eine regelrechte Vitamin-C-Bombe.

Nüsse und Kerne

Das Kauen von Nüssen und Kernen kann gegen Übelkeit helfen. Der milchige Brei, der beim Kauen entsteht, hat einen angenehm neutralen Geschmack. Zudem helfen die Lebensmittel, die überschüssige Magensäure zu binden. Nüsse und Kerne sind ausserdem ausgezeichnete Proteinlieferanten. Ein Proteinmangel kann nämlich Übelkeit verstärken. Besonders Schwangere, die an Morgenübelkeit leiden, können von den Proteinen und gesunden Fetten profitieren, die in Nüssen enthalten sind.

Karotten

Karotten sind reich an Ballaststoffen. Die Ballaststoffe binden Giftstoffe im Magen und lassen die Übelkeit so schneller abklingen. Teste die entgiftende und magenberuhigende Wirkung des orangen Wurzelgemüses, indem du dir eine leckere Karottensuppe oder einen Karottenbrei zubereitest.

Bananen

Ist das Übelsein auf eine Magen-Darm-Infektion zurückzuführen, solltest du zur Banane greifen. Einerseits ist sie ein leicht bekömmliches Lebensmittel, das den gereizten Magen nicht zusätzlich belastet. Andererseits verliert der Körper durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit sowie Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert. Bananen können diesen Kaliumverlust wieder ausgleichen. Ausserdem haben Bananen eine stopfende Wirkung und enthalten viele Spurenelemente und Vitamine.

Apfelmus

Frischer Apfelsaft und geriebener Apfel sind bekannte Hausmittel, die bereits unsere Grossmütter gegen Übelkeit einsetzten. Durch den Verzehr des leicht verdaulichen Obsts werden Giftstoffe im Verdauungstrakt gebunden, was magenberuhigend wirkt. Tipp: Lass den geriebenen Apfel leicht braun werden, bevor du ihn isst.

Kaugummi

Der Kaugummi ist eigentlich kein Lebensmittel. Wir wollen dir dieses effektive Mittel gegen Übelkeit dennoch nicht vorenthalten. Das Kauen von Kaugummi regt die Speichelproduktion an, was wiederum die Verdauung fördert und den Magen beruhigt. Das Kauen lenkt zudem vom Unwohlsein ab.

→ Wenn die Übelkeit anhält, solltest du dich auf jeden Fall in einer Apotheke oder Drogerie beraten lassen. Insbesondere dann, wenn zusätzlich zum Übelsein auch Erbrechen und andere Symptome auftreten.