Manuka: Antibiotikum aus dem Honigglas

Manuka-Honig ist mehr als nur eine süsse Versuchung. Der neuseeländische Bienenhonig ist ein wirksames Naturheilmittel zur Behandlung von verschiedenen Wunden, Hautproblemen und Beschwerden des Verdauungstrakts. Entdecke, wie das natürliche Gesundheitsprodukt wirkt und wofür du es verwenden kannst.

Catherina Bernaschina

Manuka-Honig

© YASUHIRO AMANO, de.123rf.com

Der Manuka-Honig stammt aus Neuseeland. Bienen gewinnen ihn aus dem Blütennektar der Manukapflanze (Südseemyrte). Bereits bevor die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, durch britische Missionare auf den Honig kamen, verwendeten sie die Blätter, Samen und die Rinde des Manuka-Baums zur Unterstützung der Heilung von Wunden und Entzündungen sowie bei Verdauungsbeschwerden, Erkältungen und Blasenentzündungen. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirksamkeit dieses natürlichen Heilmittels wurde in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene internationale Studien belegt, was dem Manuka-Honig zu einem wahren Boom verholfen hat.

So wirkt der Manuka-Honig

Dass Honig nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist, lernen wir von klein auf. Warme Milch mit Honig hat schon so manches erkältungsgeplagte Kind durchschlafen lassen. Doch welche speziellen Naturkräfte stecken genau in diesem klebrigen Lebensmittel? Honig enthält Inhaltsstoffe, die Krankheitserreger bekämpfen und abtöten. Zudem entzieht die hohe Zuckerkonzentration im Honig Bakterien Wasser, was ihre Vermehrung hemmt.

Die Wirkung des Manuka-Honigs geht jedoch über diese Eigenschaften hinaus. Der Spezial-Honig, der sogar hartnäckigsten Bakterienfilmen entgegenwirkt, enthält eine Verbindung namens Methylglyoxal (MGO) in hohen Konzentrationen, die nachweislich den Darmkeim Escherichia coli sowie verschiedene weitere Mikroorganismen abtöten kann. MGO kommt auch in herkömmlichen Honigsorten vor. Die Konzentration des MGO im Manuka-Honig ist aber hundertmal höher.

MGO-Wert und seine Bedeutung

Manuka-Produkte – egal ob Honig, Öl, Zahncreme, Gesichtscreme oder Lutschbonbons – sind für gewöhnlich mit einem MGO-Wert gekennzeichnet. Diese Zahl steht für die Wirkstärke. Je höher der Wert, desto höher sind der Methylglyoxal-Gehalt und somit die antibakterielle Wirkung des Produkts. Bei Manuka-Honig, der in Neuseeland abgefüllt und geprüft wurde, wird auch der Unique Manuka Factor (UMF) angegeben. Dieser Wert bedeutet eigentlich dasselbe, wie der hiesige MGO-Wert, mit dem Unterschied, dass er um den Faktor 10 geringer berechnet wird. In der Schweiz kannst du den Gesundheits-Honig je nach MGO-Gehalt für Preise von 25 bis zu 120 Franken pro Glas finden. Die Kosten übersteigen jene eines herkömmlichen Honigs deutlich. Die Investition lohnt sich aber, wenn du bedenkst, wie vielseitig verwendbar Manuka-Honig ist.

Balsam für die Haut

Manuka-Honig ist eine wahre Allzweckwaffe: Kleinere Wunden und Hautverletzungen wie Kratzer und Schürfwunden, aber auch Ekzemen, Neurodermitis, Akne und Verbrennungen lassen sich hervorragend mit Manuka-Honig behandeln. Der Honig desinfiziert und beugt durch seine antibakterielle Wirkung Entzündungen vor. Gleichzeitig beschleunigt er den Wundheilungsprozess, indem er die Gewebe-Regeneration stimuliert. Zur Wundbehandlung trägst du einfach etwas Manuka-Honig mit der MGO-Stärke 100+ gleichmässig auf eine Kompresse auf, die du für zwei bis drei Tage auf der betroffenen Hautstelle belässt. Achte dabei darauf, dass der Honig in alle Vertiefungen eindringt und deine Wunde über die Ränder hinaus bedeckt. Nässt die Wunde, musst du den Verband mehrmals täglich wechseln.

Innere Anwendung

Ärzte und Apotheker empfehlen Manuka-Honig auch als natürliche Ergänzung zur inneren Anwendung. Beispielsweise zur Behandlung von Entzündungen in Rachen und Mundraum. Bist du erkältet, kannst du den Gesundheits-Honig wie einen Hustensirup einnehmen. Nimm dazu mehrmals täglich einen Teelöffel Manuka-Honig mit MGO-Stärke 250+ in den Mund und lutsch langsam daran, damit sich der Honig gut verteilt. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Manuka-Honigs zeigen sich auch wirksam bei Problemen des Verdauungstrakts wie etwa Magen-Darm-Beschwerden, Magengeschwüren, Gastritis und Sodbrennen. Bei Beschwerden nimmst du am besten morgens einen Teelöffel des Honigs (MGO 400+) auf leeren Magen. Die hohe MGO-Konzentration im Honig wirkt wie ein Antibiotikum. Im Unterschied zu synthetischen Antibiotika ist Manuka-Honig allerdings schonender für den Magen-Darm-Bereich, da er nur die schlechten Bakterien abtötet. Wichtig: Bei starken Schmerzen oder anhaltenden Beschwerden solltest du auf jeden Fall deinen Hausarzt aufsuchen.

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