Mit diesen Lebensmitteln wappnest du dich für die Kälte

Mit den kürzer werdenden Tagen sollten wir auch unseren Speiseplan anpassen. Saisonale Lebensmittel sind jetzt angesagt, die unseren Körper mit wertvollen Nähr- und Vitalstoffen für die kalte Jahreszeit versorgen. Wir haben sechs Produkte für dich herausgesucht, mit denen du dein Immunsystem optimal stärken kannst.

Catherina Bernaschina

Saisonale Lebensmittel

Kürbis ist ein wichtiger Lieferant von Beta-Carotin, Mineralstoffen und sättigenden Ballaststoffen. © Olga Miltsova, de.123rf.com

Gerade jetzt, wenn die Temperaturen purzeln, ist es besonders wichtig, sich gesund zu ernähren. Denn unser Immunsystem ist anfälliger für Erkältungen. Aufgrund der beheizten Räume trocknen unsere Schleimhäute schneller aus und die Erreger haben leichtes Spiel. Zudem ist unsere Immunabwehr durch die Kälteeinwirkung leicht heruntergesetzt. Die folgenden saisonalen Lebensmittel können deinem Körper dabei helfen, gestärkt durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Vitamin-C-Bombe: Nüsslisalat 

Den Nüsslisalat bzw. Feldsalat gibt es auch während der kalten Jahreszeit aus regionalem Anbau. Seine kleinen grünen Blätter enthalten nicht nur wenige Kalorien, sie sind auch reich an Provitamin A und Vitamin C sowie Calcium, Jod und Folsäure. Keine andere Salatsorte enthält so viel Vitamin C wie der Nüsslisalat. Und Vitamin C stärkt bekanntlich die Abwehrkräfte. Das Wintergemüse hat aufgrund seiner Verwandtschaft mit dem Baldriangewächs einen leicht nussigen Geschmack. Besonders lecker schmeckt der Salat mit warmem Ziegenkäse, Walnüssen, frischen oder getrockneten Feigen, garniert mit etwas Olivenöl und einem Esslöffel Honig. Da der Salat relativ schnell seine Frische verliert, solltest du ihn möglichst rasch verbrauchen.

Spinat: Gut für Muskeln und Abwehrkräfte

Der Spinat (Spinacia oleracea) ist ein lokales Superfood, das hierzulande von März bis Dezember Saison hat. Das kalorienarme Gemüse enthält neben Eisen, Magnesium, Nitrat und Zink auch viele lebensnotwendige Vitamine. Während Vitamin C, K und Zink helfen, die Abwehrkräfte zu stärken und das zentrale Nervensystem zu fördern, sind Nitrat und Magnesium für die Muskelaktivität wichtig. Das Blattgemüse schmeckt sowohl blanchiert, gekocht als auch in Olivenöl angedünstet wunderbar. Wenn du Spinat als Salat geniessen möchtest, solltest du seine zarten jungen Blätter verwenden. Diese enthalten deutlich weniger der schädlichen Oxalsäure, welche die Eisenaufnahme im Darm hemmt, als beispielsweise Wurzelspinat. Durch Kochen reduziert sich der Oxalsäuregehalt nochmals deutlich (30%-87%). Damit dein Körper die Nährstoffe des Spinats besser aufnehmen kann, empfehlen wir dir, ihn zusammen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Brokkoli, Kartoffeln oder Tomaten zu essen. Sie schwächen die Wirkung der Oxalsäure ebenfalls ab.

Beta-Carotin-Lieferant: Kürbis

Ist dein Halloween-Kürbis fertiggeschnitzt, solltest du seinen Inhalt nicht wegwerfen. Denn das leicht süssliche und dennoch kalorienarme Kürbisfleisch ist nicht nur vielfältig einsetzbar, sondern auch äusserst gesund. Ob als Kuchenzutat, als Suppe oder als Alternative zu Pommes-Frites, der Kürbis ist ein wichtiger Lieferant von Beta-Carotin, Mineralstoffen und sättigenden Ballaststoffen. Beta-Carotin beugt beispielsweise einem Vitaminmangel in der Winterzeit vor und hilft, gegen Erkältungskrankheiten immun zu bleiben. Es gibt rund 800 Kürbisgewächse. Zu den beliebtesten Speisekürbissen gehören der Butternuss-, Spaghetti und Muskatkürbis, der gelbe und rote Zentner, die französische Beere sowie der Hokkaidokürbis. Aus dem Kürbis lassen sich übrigens auch tolle Pasta- und Risottogerichte zaubern.

Mineralstoffreiche Pilze

Im regnerischen Herbst schiessen die Pilze in unseren Wäldern förmlich aus dem Boden. Mach sie dir zu nutzen: Denn die kalorienarmen «Funghi» sind eine optimale Quelle für Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Kupfer und Selen. Darüber hinaus stärken sie das Immunsystem. Zu den populärsten saisonalen Pilzen unserer Gegend gehören z.B. Eierschwämme, Fichtensteinpilze, Austernpilze, und Champignons. Auch Morcheln sind eine beliebte Pilzsorte, sie haben jedoch im Frühling Saison. An Zubereitungsmöglichkeiten fehlt es Pilzliebhabern nicht: Die kleinen Waldbewohner schmecken herrlich zu Risotto, im Salat, auf der Pizza oder zu Fleischgerichten. Aber auch mit Teigwaren harmonieren sie geschmacklich sehr gut. Achtung: Wenn du Pilze selber sammeln, zubereiten und essen möchtest, brauchst du das nötige Fachwissen dazu. Jedes Jahr werden in der Schweiz mehrere hundert Fälle von Pilzvergiftungen gemeldet.* Hilfreich können Pilzbücher, Pilzkontrollstellen oder auch der Anschluss an einen Pilzverein sein.

Erkältungslindernde Quitte

Auch die Quitte besitzt neben reichlich Kalium jede Menge Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Fluor und Folsäure, welche u.a. für den Zellstoffwechsel und Sauerstofftransport im Körper zuständig sind. Zudem steckt in der gelben Frucht viel Vitamin C. Die entzündungshemmende und schleimlösende Quitte gilt als Heilmittel bei Erkältungen und Entzündungen. Ihre Kerne enthalten Schleimstoffe, die gegen Husten und Halsschmerzen helfen. Um den heilsamen Quittenschleim zu gewinnen, weichst du die aus der Quitte herausgelösten Kerne in etwas Wasser ein und kochst sie auf. Getrunken lindert der Schleim nicht nur Erkältungssymptome, sondern hilft auch gegen Magen-Darm-Entzündungen sowie gegen Verstopfung. Quitten sind roh relativ ungeniessbar. Am besten schmecken sie, wenn sie zu Quittengelee oder Konfitüre verarbeitet wurden.

Reich an Vitamin C und Ballaststoffen: Rotkohl

Der Rotkohl wird in der Schweiz auch Rotkabis oder Blaukabis genannt und hat eigentlich eine violette Färbung. Sein süssliches Aroma kommt besonders gut in Verbindung mit gekochten Äpfeln oder mit gebackenen Maroni und Pflaumen zur Geltung. Wer keinen sensiblen Magen hat, kann Rotkohl auch als Salat geniessen. Das Gemüse enthält nebst Antioxidantien, die den Körper beim Entgiften unterstützen, auch viele Ballaststoffe, die die Verdauung in Gang halten: 200 Gramm Rotkohl enthalten 30 Gramm Ballaststoffe und decken den Tagesbedarf an Vitamin C, das die immunologische Abwehr stärkt. Rotkohl ist zudem ein wertvoller Lieferant von Vitamin B6, B9, E und K sowie von Calcium, Selen, Chlorid, Kalium und Magnesium.

*Quelle: Tox Info Suisse