Gefährlicher Trend: Shisha-Rauchen

In den Grossstädten spriessen Shisha-Bars wie Pilze aus dem Boden, auch online gibt es mittlerweile ein breites Angebot an Shisha-Shops. Dabei riskieren Shisha-Raucher gesundheitliche Schäden. Besonders tückisch: Gerade jetzt im Winter, wo wir uns häufiger in geschlossenen Räumen aufhalten, steigt die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung deutlich an.

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Eine deutsche Uniklinik hat vor einigen Wochen Alarm geschlagen: Immer mehr Shisha-Raucher müssten mit lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in der Druckkammer behandelt werden. 2017 seien es fast 40 Wasserpfeifen-Raucher gewesen – vor zwei Jahren war es erst einer. Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen werden beim Shisha-Rauchen fatalerweise meist auf den Tabak zurückgeführt. So fordert eine regionale deutsche Ärztekammer nun entsprechend Kohlenmonoxid-Melder als Pflichtgerät für jede Shisha-Bar, um rechtzeitig Alarm zu schlagen. In vielen Lokalen werde rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt, was den Kohlenmonoxid-Gehalt darin in die Höhe treibe.

Shisha besonders bei Schülern beliebt

Shishas scheinen mit ihrem süßlich-fruchtigen Aroma zudem die Zigarette als Einstiegsdroge in den Tabakkonsum abzulösen: Jeder zweite Schüler einer zehnten Klasse hat schon einmal Tabak aus einer Shisha geraucht. 15 Prozent der Zehntklässler greifen regelmäßig zur Wasserpfeife. Dies ergab eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit, für die 7000 Schüler befragt worden waren. Die Weltgesundheitsorganisation weisst darauf hin, dass der inhalierte Rauch einer Wasserpfeifen-Sitzung dem Rauchvolumen von 100 Zigaretten entspreche. Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sagt, dass sich durch langjähriges Shisha-Rauchen die Lungenfunktion verschlechtert und das Krebsrisiko erhöht. Die Annahme, dass der Rauch aus Wasserpfeifen weniger schädlich als der von Zigaretten sei, sei falsch. Das Gegenteil sei der Fall.

Quelle: aerztezeitung.de