Welcher Sonnenschutz passt zu deinem Hauttyp?

Der Sommer naht und das Thema Sonnenschutz wird immer wichtiger. Eine Sonnencreme muss her, die deine Haut vor Sonnenbrand und Langzeitschäden schützt. Damit der Sonnenschutz auch effektiv wirkt, musst du wissen, welches Produkt für deinen Hauttyp in Frage kommt.

Sonnenschutz

© Arturs Budkevics, de.123rf.com

Spätestens wenn die Frühjahrssonne auf die blasse Winterhaut trifft, wird es wieder Zeit für die Sonnencreme. Denn die sonnenentwöhnte, ungeschützte Haut ist besonders anfällig auf sonnenbedingte Hautschäden. Sonnenbrand, Sonnenallergie, vorzeitige Hautalterung sowie andere Hautveränderungen sind das eine. Richtig gefährlich wird es aber, wenn zu viel UV-Strahlung die Zellen in der Haut verändert und dadurch Hautkrebs auslöst. Damit du die Sonne sorgenfrei geniessen kannst, legst du dir am besten noch heute ein Sonnenschutzmittel zu. Und zwar das passende zu deinem Hauttyp.

Kenne deine Haut

Jeder Mensch verfügt über eine in ihrer Beschaffenheit und Pigmentierung einzigartige Haut. Um die Sonnenempfindlichkeit zu bestimmen, unterscheidet man zwischen sechs verschiedenen Hauttypen von hell bis dunkel. Jede Haut hat einen gewissen (relativ kurzen) Eigenschutz gegenüber der Sonne, der individuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Helle, sommersprossige Haut ist besonders sonnenempfindlich, da sie nur wenige Pigmente besitzt, die das Sonnenlicht reflektieren. Dunkle Hauttypen sind hingegen eher unempfindlich. Für die genaue Bestimmung deines Hauttyps empfehlen wir dir, zum Dermatologen zu gehen.

Der richtige Lichtschutzfaktor

Empfindliche Hauttypen, die zu Sonnenbränden neigen, sollten ein Sonnenschutzmittel mit einem höheren Lichtschutzfaktor wählen (mindestens LSF 30). Für dunklere oder vorgebräunte Haut reicht ein mittlerer Schutzfaktor (z. B. LSF 20). Personen mit Sonnenallergie sollten hingegen zu einem sehr hohen Lichtschutzfaktor greifen (LSF 30-50+). Dies gilt auch für Kinderhaut, verletzte Haut sowie für empfindliche Haut. Wenn deine Haut schnell gereizt reagiert, solltest du zudem darauf achten, dass das Produkt frei von Emulgatoren, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen ist. Sonnenschutzprodukte für empfindliche Haut enthalten eigens darauf abgestimmte Inhaltsstoffe.

Sonnencreme, Sonnenmilch oder Sonnenöl?

Der Klassiker unter den Sonnenschutzmitteln ist die Sonnencreme. Sie besitzt einen relativ hohen Fettanteil, weshalb sie sich besonders für trockene Haut eignet. Ist deine Haut eher fettig, solltest du auf ein weniger fett- und ölhaltiges Produkt zurückgreifen. Empfehlenswert ist eine Sonnenmilch. Sie enthält mehr Wasser als Fett und kommt daher für fast alle Hauttypen in Frage. Dank ihrem erhöhten Feuchtigkeitsgehalt ist sie leichter in ihrer Konsistenz als eine Sonnencreme und zieht schnell ein.

Sonnenöle hingegen sind oft nur mit einem niedrigen Lichtschutzfaktor erhältlich und dienen dazu, die Bräune zu unterstützen bzw. zu intensivieren. Das Produkt empfiehlt sich daher in erster Linie für Personen mit vorgebräunter und normaler bis trockener Haut. Neben den genannten Sonnenschutzmitteln bietet der Handel auch Sonnensprays und –gels. Letztere eignen sich vor allem für stark schwitzende Personen. Sprays ziehen zwar schnell ein, schützen jedoch wegen ihrer flüssigen Textur weniger gut als Sonnencremes.

Filter als Qualitätsmerkmal

Sonnenschutzprodukte unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Schutzfilterart. Ein gutes Produkt schützt nicht nur vor UV-B-Strahlung, sondern enthält auch einen zusätzlichen UV-A-Filter. Denn UV-A-Strahlen gelten als gefährlicher in Bezug auf Hautkrebs als die UVB-Strahlung, die den Sonnenbrand verursacht. Ein weiteres Qualitätssiegel ist ein Infrarot-A-Schutz, der die Haut vor der sonnenbedingten, beschleunigten Hautalterung schützt.

Chemische und physikalische Filter

Es wird zudem zwischen chemischen und physikalischen Filtern unterschieden. Physikalische bzw. mineralische Lichtschutzfilter wirken auf der Hautoberfläche, indem sie die UV-Strahlung reflektieren. Da sie besonders gut verträglich sind, trifft man sie häufig in Produkten für Babys und Allergiker an. Chemische Filter hingegen nutzen organische Verbindungen, die die UV-Strahlung in Wärme umwandeln. Moderne Sonnenschutzprodukte kombinieren mittlerweile die verschiedenen Filtersubstanzen, um einen möglichst breiten Lichtschutz zu gewährleisten.

Lass dich beraten

Damit du dich in diesem Dschungel an Produkten und Filtersubstanzen nicht verirrst, lässt du dich am besten in der Apotheke beraten. Lies zudem die Packungsbeilage des gewählten Sonnenpflegeprodukts. Sie gibt dir auch Auskunft über die Einwirkungszeit. Generell wird empfohlen, ein Sonnenschutzmittel 20 bis 30 Minuten einwirken zu lassen, bevor man sich der Sonne aussetzt. Für alle Schutzmittel gilt: Grosszügig auftragen, damit das Produkt seine maximale Schutzleistung erreicht.