Sugaring: Sanfte Haarentfernung

Sugaring ist das neue Waxing. Und die schonende Haarentfernungsmethode hat es in sich: Mit einem Ruck wirst du lästige Körperhaare einfach und für längere Zeit los. Erfahre, welche weiteren Vorteile das zuckersüsse Epilationsverfahren besitzt, und wie du es selber zuhause anwenden kannst.

Catherina Bernaschina

Sugaring

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Nein, Sugaring ist weder eine Kuchenglasur noch eine Süssigkeit. Beim Sugaring handelt es sich um eine Haarentfernungsmethode aus dem Orient, die gerade den Rest der Welt erobert. Im alten Ägypten gehörte das Epilieren mit «Halawa» – so lautet der ursprüngliche Name des Sugarings – zur regelmässigen Körperpflege. Sogar Kleopatra schwor angeblich auf die Methode. Die Grundlage der Haarentfernungsprozedur bildet eine lauwarme Paste aus Zucker, Zitronensaft und Wasser, die auf die gewünschten Hautstellen aufgetragen wird.

Wie funktioniert Sugaring?

Vor der Behandlung wärmt eine geschulte Kosmetikerin die Zuckerpaste auf ca. 30 Grad an und knetet sie danach in ihren Händen, bis sie schön geschmeidig ist. Danach presst sie die Paste auf die zu enthaarenden Stellen, verstreicht sie leicht und zieht sie ruckartig in Haarwuchsrichtung wieder ab. Anders als bei der Rasur (Depilation) wird das Haar nicht gekürzt, sondern mitsamt der Haarwurzel entfernt (Epilation). Das Ergebnis der Zuckermethode: Die Körperhaare wachsen nicht gleich wieder nach, sondern die Haut bleibt bis zu sechs Wochen schön glatt. Je öfter du die Prozedur durchführst, desto mehr geht das Haarwachstum zurück. Dicke hässliche Stoppeln, eingewachsene Haare und rote Pickel wie bei der Rasur sind beim Sugaring kein Thema.

Tut es weh?

Durch das Abziehen der Sugaring-Masse in Wuchsrichtung der Haare ist die Prozedur weniger schmerzhaft als das klassische Waxing, bei dem entgegen der Wuchsrichtung entfernt wird. Dazu kommt, dass die Zuckerpaste nicht auf der Haut klebt, sondern nur an den Haaren haftet, weshalb Sugaring angenehmer als andere Haarentfernungsmethoden ist. Weil keine Hautpartikel mit abgerissen werden, ist die Haut nach der Anwendung weniger gereizt und irritiert. Da aber auch die Haarwurzel mitentfernt wird, und die Kosmetikerin die Zuckerpaste mehrmals von derselben Hautstelle abzieht, lassen sich Schmerzen nicht gänzlich vermeiden. Die gute Nachricht: Deine Haut gewöhnt sich schon nach ein paar Malen daran und das Schmerzgefühl wird mit jeder Behandlung etwas weniger.

Für welche Körperstellen ist Sugaring geeignet?

Sugaring ist überall problemlos anwendbar; Haare lassen sich  bereits ab einer Länge von zwei Millimetern entfernen. Die Methode ist präziser als das Waxing und kommt daher auch für kleine Hautfältchen in Frage. Von den Augenbrauen über die Arme bis zu den Beinen können alle Körperstellen gezielt enthaart werden. Die Enthaarung mit der Zuckerpaste hat noch einen weiteren wesentlichen Vorteil: Dank der sanften und hautschonenden Entfernungstechnik ist die Anwendung auch für empfindliche Haut geeignet. Die Zusammensetzung der Zuckermasse ist rein biologisch und enthält keine chemischen Zusatzstoffe, die Allergien hervorrufen könnten. Im Gegenteil: Der Zucker hat eine antibakterielle Wirkung. Das macht die Methode ideal für die Enthaarung von sensiblen Körperstellen, wie Bikinizone, Achseln oder Gesicht. Längerfristig kann Sugaring sogar das Hautbild verbessern und bei Akne helfen, da mit jeder Anwendung die Haut leicht gepeelt, gereinigt und gefestigt wird.

Sugaring-Rezept für zuhause

Die Sugaring-Methode wird in professionellen Kosmetikstudios und Beauty-Salons angeboten. Du kannst die Zuckerpaste aber auch einfach zuhause selber herstellen und anwenden. Alles, was du für dein kostengünstiges DIY-Sugaring brauchst, ist der Saft einer halben Zitrone, eine Tasse Wasser und eine Tasse Zucker. Gib die Zutaten in einen kleinen Topf und koch sie langsam auf, bis sich eine gelbe, melasseartige Masse bildet. Lass die Sugaring-Paste anschliessend ausreichend auskühlen, damit du beim Auftragen keine Verbrühungen riskierst. Nachdem du die Zuckerpaste gegen die Haarwuchsrichtung auf die gewünschte Stelle gedrückt hast, lässt du sie etwas antrocknen. Danach ziehst du sie (entweder mit deinen Fingern oder mit zuvor aufgepressten Stoffstreifen) ruckartig wieder in Haarwuchsrichtung ab.

Wichtig für die 24 Stunden danach: Reize deine Haut nicht durch unnötiges Sonnenbaden, Schwitzen oder Auftragen von parfümhaltigen Cremes und Deos. Für ein optimales Ergebnis reibst du die behandelten Hautstellen mit etwas kühlendem Aloe-Vera-Gel ein und führst nach ein paar Tagen ein mildes Peeling durch.